"Nachtfahrt"


Eigenproduktion des Jugendclubs

Plakat Nachtfahrt


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Nach dem Erfolg der auf Improvisation basierenden Soap „Lust auf Leben“, präsentiert der Jugendclub im zehnten Jahr seines Bestehens mit „Nachtfahrt“ nun erstmals ein komplett selbstverfasstes Stück. Alles sieht nach einer gewöhnlichen Zugfahrt aus. Bis nach einer Vollbremsung ein Wagon abgekoppelt und stehengelassen wird. Keiner kommt raus. Alles nur Zufall? David, einer der Mitfahrenden, ist sich sicher, dass etwas anderes dahinter steckt und dass es eine Person im Waggon gibt die mehr weiß…

Besetzung

Texte zum Stück

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Aufführungen






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Besetzung



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Ute.....Lisa-Marie Sax
David.....Maximilian Grünewald
Simon.....Maximilian Rauschert
Ines.....Thekla Morgenroth
Birthe.....Claudia Thieße
Magda.....Laura Brachmann
Ein Junge.....Michael Ebert
Jens.....Marcel Bauer
Agnes.....Veronika Keller
Sandra.....Melanie Bechmann
Isabelle.....Hannah Schilling
Ruth.....Christine Rauscher
Julia.....Vanessa Most
Jennifer.....Evelyn Heinz
Rachel-Anne.....Buket Daghan
Steffen.....Constantin Eckhard
Ein Mädchen.....Lisa Wegener

Premiere: 29.04.2005
Beginn: 20.00 Uhr
Aufführungsdauer ca. 2 Stunden
Eine Pause

Eine Gemeinschaftsproduktion aller Mitglieder des Jugendclubs des Landestheaters Coburg unter der Leitung von Sven Ruppert (künstlerische Leitung) und Peter Molitor. Ispizienz: Steffanie Wachsmann - Souffleuse: Silvia Weigelt - Kostüme: Thekla Morgenroth und Hannah Schilling - Dramaturgie: Timo Knauer Impressum: Landestheater Coburg - Intendant: Dr. Dieter Gackstetter - Spielzeit 2004/2005 -


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Texte zum Stück




Vorwort

Lust auf Mystery?

Während die letzte Staffel von "Lust auf Leben" zu Ende gegangen war, saßen die Jugendclubmitglieder unter der Leitung von Sven Ruppert und Peter Molitor zusammen und fragten sich, was wohl nach der erfolgreichen Theater-Soap als nächstes Projekt in Angriff genommen werden sollte. Schließlich stand auch das zehnjährige Bestehen des Jugendclubs an, also sollte es etwas Besonderes sein. "Eigentlich", so Sven, "müssten wir jetzt logischer Weise ein eigenes Stück schreiben." Ein eigenes Jugendclubstück also.

Nach vielen Improvisationen, Textüberarbeitungen, dem Abtippen der Passagen von dem in jeder Probe mitlaufenden Videobandes und immer neuen Anläufen begann "Nachtfahrt" Gestalt anzunehmen. Aber was soll der Titel bedeuten? Ist es ein Krimi, wie bei Agatha Christi, lässt Akte X vielleicht grüßen, ist die Zugfahrt Auftakt für eine Komödie, ein Beziehungsdrama, geht es um Fußball, Romantik, Glauben, psychische Störungen... oder ist doch alles ganz anders als es erscheint?

Klingt spannend? Dann steigen Sie doch gleich ein zur NACHTFAHRT.

Timo Knauer - Dramaturg des Jugendclubs


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16:50 ab Paddington


oder

der Krimi im Zugabteil

Agatha Christie ist noch heute eine der meistgelesenen Krimiautorinnen aller Zeiten. Und gehört noch dazu zu jener Art der mordenden Schriftstellerinnen, die einige ihrer berühmtesten Untaten in Zugabteilen ablaufen lies.

In „Mord im Orientexpress“ stolpert Hercule Poirot über eine Leiche,in „16:50 ab Paddington“ wird die gute alte Miss Marple (allerdings nur in der Verfilmung mit Margret Rutherford) Zeuge eines Verbrechens im vorbeifahrenden Zug. Wer ist nun diese englische Lady, die als Mutter aller Zugverbrechen bezeichnet werden kann?

Agatha Christie wurde am 15. September 1890 als Agatha Clarissa Miller in Torquay geboren. Agatha lernte schon sehr früh lesen, was ihrer Mutter überhaupt nicht gefiel. Clarissa Miller war der Meinung, daß kein Kind vor acht Jahren lesen lernen sollte. Doch Agatha ließ sich von ihrem Kindermädchen Laden- und Straßenschilder vorlesen, was allerdings für ihre sp&aul;teren Rechtschreibkünste nicht förderlich war.

Agatha hatte kaum Spielkameraden und langweilte sich oft. Zum Zeitvertreib aß sie sehr gerne. Dies wirkte sich auch auf ihre zukünftigen Romane aus, die sie oft mit Dinnern mit besonderen Speisen bestückte.  Als Agatha elf Jahre alt war, starb ihr Vater. Dieses Ereignis betrachtete sie als einen tiefen Einschnitt in ihrem Leben und als Ende ihrer Kindheit.

Durch den Tod des Vaters wurde die finanzielle Situation der Familie schwierig. Doch konnte sie trotzdem in den folgenden Jahren mehrere M&aauml;dchenpensionate in Frankreich besuchen. Agatha wollte sich gerne als Opernsängerin ausbilden lassen, doch hatte sie dafür eine zu schwache Stimme. So nimmt sie den Vorschlag ihrer Mutter an und versucht es mit Geschichten schreiben. Ihr erster Romanversuch "Snow upon the desert" wurde nie veröffentlicht.

Hochzeit und die Geburt von Hercule Poirot

1912 lernte Agatha auf einem Ball Archibald Christie kennen, der im ersten Weltkrieg an der französischen Front dienen musste. Während eines Kurz-urlaubs im Winter 1914 heirateten die beiden an Heilig Abend. Gemeinsam zogen sie nach London. Agatha arbeitete in einer Krankenhausapotheke und vertiefte ihre Kenntnisse im Bereich der verschiedenen Gifte. Zu dieser Zeit schrieb sie ihren ersten Giftmord-Roman. Nur der Detektiv fehlte ihr noch. Die vielen belgischen Flüchtlinge brachten sie auf die Idee. Es sollte ein Belgier sein. Ordnungsliebend und mit vielen grauen Zellen.

Hercule Poirot wurde geboren, der seine Fälle mit Logik und Rationalität lö:st. Dann geriet es erst einmal in Vergessenheit, da am 05. August 1919 ihre Tochter Rosalind Margaret Clarissa geboren wurde. Doch 1920 erhielt sie einen Brief, in dem ihr mitgeteilt wurde, daß ihre Geschichte als The Mysterious Affair at Styles (dt. Das fehlende Glied in der Kette) veröffentlicht werden sollte. Als sich die Familie in teuerlichen Geheimdienstroman mit dem Titel "The secret adversary" (dt. Ein gefährlicher Gegner). Die Hauptpersonen sind ein junges Paar, Tommy und Tuppence Beresford, die im Auftrag eines geheimnisvollen Mr. Brown, ein verschwundenes Dokument suchen.

In den folgenden Jahren wechselte sie den Verlag. Sie fühlte sich betrogen, da sie nur einen Bruchteil der Einnahmen erhielt. Sie suchte sich einen Agenten, der ihre Interessen vertreten sollte und fand ihn in Edmund Cork.

Ihr nächstes Buch hieß The Murder of Roger Ackroyd (dt. Alibi) und wurde eines ihrer bekanntesten und erfolgreichsten Bücher. Im Frühjahr 1926 starb ihre Mutter an einer Bronchitis. Das war ein schwerer Schock für sie. Und auch im Privatleben gab es Probleme. Häufig hatte sie Auseinandersetzungen mit ihrem Mann. Schließlich zog er in eine andere Stadt und gab zu eine andere Frau zu haben. Diese Ereignisse führten im Dezember 1926 zu den "eleven missing days". Agatha Christie war elf Tage spurlos verschwunden. Ihr Wagen wurde in einem Straßengraben verlassen aufgefunden. Hunderte Polizisten und tausende freiwilliger Helfer waren auf der Suche nach Agatha Christie. Schließlich fand man die Vermisste wohlbehütet in einem Hotel in Harrogate. Was genau in dieser Zeit geschehen war, bleibt bis heute ein Geheimnis. Auch in ihrer Autobiographie schrieb sie nicht, was sie in dieser Zeit fühlte und dachte. Man nahm an, daß sie an einem kurzzeitigen Ged&aunl;chtnisverlust litt.

Im Herbst desselben Jahres reiste sie mit dem Orient-Express nach Bagdad. Er diente ihr als Kulisse für ihren späteren Roman "Mord im Orient-Express" (Auch veröffentlicht als "Der rote Kimono").

Es folgte eine schwere Zeit für Agatha. Trost fand sie bei ihrem Rauhhaaardackel Peter. Die Ereignisse stürzten sie nicht nur in eine psychische, sondern auch in eine finanzielle Krise. Sie sah sich nicht in der Lage, einen Roman zu schreiben und stückelte schließlich aus 12 Poirot-Geschichten "Die großen Vier" zusammen. Im Jahre 1928 ließ sich A gatha von ihrem Mann Archibald scheiden.

Die Großmutter als Vorlage

Nun schuf sie ihre zweite berühmte Hauptfigur: Miss Jane Marple. Agathas Oma diente ihr als Vorlage für Miss Marple, z.B. erwartete ihre Oma, genauso wie Miss Marple, von allem das Schlechteste und meistens stellten sich diese Vorahnungen als berechtigt heraus.

Miss Jane Marple löst ihre Fälle mit Intuition und Einfühlungsvermögen. Genauso wie Hercule Poirot hat sie kein Familienleben. Auch Agatha Christie selbst hat sich als Vorbild für eine Romanfigur gesehen. Sie selbst ist das Spiegelbild von Ariadne Oliver. Sie ist auch Kriminalschriftstellerin und isst gerne Äpfel in der Badewanne. Finanziell ging es Agatha nun besser. Sie kaufte sich ein Haus im Londoner Stadtteil Chelsea. Sie nahm an vielen Ausgrabungen teil, unter anderem auch in Griechenland und Syrien. Sie lernte 1930 Max Mallowan, einen 15 Jahre jüngeren Archäologen, kennen. Nach langem Zögern heirateten sie. Die folgenden Jahre, bis 1947, wurden als ihre "Blütezeit" bezeichnet. Sie schrieb zahlreiche Romane. Am 21. September 1943 wurde Agathas Enkelkind Mathew geboren.

Agatha Christie macht auch am Theater Karriere. Aufgrund negativer Erfahrungen, beschloß sie ihre Stücke nur noch selbst für die Bühne zu bearbeiten. So kam es auch am 25. November 1952 zur Uraufführung des Stücks "The Mousetrap" (dt. Die Mausefalle), welches seitdem nonstop in England zu sehen ist. Im Dezember 2000 feierte das Stück seine 20 000. Aufführung.

Agatha Christie schrieb rund 70 Kriminalromane und unter dem Pseudonym Mary Westmacott veröffentlichte sie sogar sechs Liebesromane.

Im Jahre 1970 erschien zu ihrem 80. Geburtstag das Buch "Passengers to Frankfurt". Dieses Buch wurde noch nicht ins Deutsche übersetzt. Es geht darin um eine faschistische Geheimorgansation, die die Weltmacht anstrebt. Agathas Vertraute waren fast alle über das Buch entsetzt, doch es traf den Nerv der Zeit und es verkaufte sich unerwartet gut.

Agatha Christie wurde 1950 in die Londoner Akademie der Wissenschaften aufgenommen. In den darauffolgenden Jahren erhielt sie noch weitere Ehrungen, u.a. wurde ihr der "Grand Masters Award of the Mystery Writers of America" im Jahre 1954 verliehen. Sie bekam den Orden des Britischen Empire (1956), die Ehrendoktorwürde der Universität Exeter (1961) und wurde in Madame Tussauds Wachsfiguren-kabinett 1972 aufgenommen. Außerdem erhält sie 1971 den Titel "Dame of the British Empire", d.h. sie darf sich Dame Agatha nennen, gleichzeitig trägt sie auch den Titel Lady Mallowan, da ihr Mann in den Ritterstand erhoben wurde.

Am 12. Januar 1976 starb Agatha Christie in Winterbrook House. In den folgenden zwei Jahren wurden noch zwei Bücher veröffentlicht. Der letzte Fall von Hercule Poirot "Curtain" (dt. Vorhang) in dem er stirbt und der letzte Fall von Miss Marple "Sleeping Murder" (dt. Ruhe unsanft) welches in ihrem Todesjahr erscheint. Beide Bücher lagen über Jahrzehnte in ihrem Schreibtisch.

Mord im Orientexpress

Eigentlich wollte Poirot nur seine Reise im berühmten Luxuszug genießen, als er von Monsieur Bouc, dem Direktor der Schlafwagengesellschaft, gebeten wird, die Ermittlungen in einem ominösen Mordfall zu übernehmen. Ratchett, ein reicher Amerikaner um die sechzig, wurde durch 12 Messerstiche getötet in seinem Abteil aufgefunden. Auf seine unverkennbare Art beginnt der kleine, immer tadellos gekleidete Belgier mit der Arbeit.

Unterstützt von Dr. Constantine, einem Griechen, und von Monsieur Bouc, dem alten Freund, befragt er die zwölf Reisenden. Er tut dies mit Logik und Rationalität, den bedeutendsten Merkmalen seines kriminalistischen Talents. Nachdem er die wahre Identität des Ermordeten relativ schnell aufgedeckt hat, führen ihn seine Befragungen unaufhaltsam in eine gemeinsame Vergangenheit aller Reisenden zurück.

Artikel von Timo Knauer unter auszugsweiser Verwendung der Biografie unter http://www.krimi-couch.de/krimis/agatha-christie.html


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Der heilige Christopherus -

Schutzpatron der Reisenden

Vor langer Zeit einmal lebte ein Knabe namens Offerus. Als er heranwuchs wurde er so stark, dass er seine Kraft nicht bändigen konnte. Alle Haus- und Feldgeräte, mit denen er im Hause seines Vaters arbeiten sollte, waren zu schwach für seine Hand, sodass sie ihm zerbrachen. So richtete er mehr Schaden als Nutzen an mit seiner Kraft.

Als Offerus ausgewachsen war, sah er wie ein Riese aus, und sein Vater schickte ihn in die Fremde. Er sollte als Knecht einem stärkeren Herrn dienen und dort seine unbändige Kraft brauchen. Da ging Offerus zu einem König und diente als Soldat in seiner Armee und zerschlug die feindlichen Heere. Doch einmal, als der Name des Teufels ausgesprochen wurde, bekreuzte sich sein Herr, der König. Als Offerus fragte, warum er das tue, erfuhr er, dass dies ein Abwehrzeichen sei und dass der König Furcht habe vor dem Teufel.

Da ging er fort, um den Teufel zu suchen; denn er wollte nur dem Stärksten dienen. Der Teufel begegnete ihm auch in der Gestalt eines gräulichen Ritters und nahm ihn in seinen Dienst, den er auch treu und willig vollzog. Er schloss sich dem Gesinde des Teufels an und diente lange Zeit. Einst aber ritt er mit dem Teufel über eine Heide, wo oben am Weg ein Kreuz stand, und der Teufel ritt vom Wege ab, damit er nicht am Kreuz vorbei musste. Als Offerus wissen wollte, warum er solchen Umweg mache, gestand ihm der Teufel, dass der am Kreuze seine Macht besiegt habe und dass er sich seitdem vor ihm fürchte.

Zur Stunde verließ Offerus den Teufel, irrte in die Welt hinaus und fragte überall, wo er Jesus Christus finde, dem er nun dienen wolle. Endlich kam er zu einem Einsiedler; der lehrte ihn von Jesus Christ und dass man durch Reue und Buße, durch Beten und Fasten zu ihm gelangen könne. Offerus wollte aber nicht beten und fasten; der Einsiedler sollte ihm etwas anderes aufgeben, das er zur Buße und zur Sühne seiner Sünden tun könne. Da zeigte ihm der Einsiedler ein großes Wasser, über das keine Brücke führte, und sprach:„Du bist groß und stark. Trage alle Menschen, die hin- und herüber wollen, um Gotteswillen auf deinen Schultern durch das Wasser.“ Geduldig nahm der Starke dies schwere Amt auf sich; denn er scheute keine Mühe, um zu Christus zu gelangen; die Hoffnung verließ ihn nicht. Er baute eine Hütte am Ufer, nahm einen jungen Baumstamm in die Hand, wenn er das Wasser durchschritt. So trieb er es bei Tag und Nacht und trug jeden, der über den Strom wollte. Einmal bei dunkler Nacht hörte er eine Kinderstimmme: „Offerus, trag mich hinüber!“ Als er aus der Hütte trat, fand er niemand, und er legte sich wieder. Die Stimme rief ihn zum zweitenmal und zum drittenmal. Da fand er ein kleines Kind am Ufer, das sollte er hinübertragen. Es war gar leicht auf seiner Schulter, als er ins Wasser stieg. Aber je weiter er in den Strom kam, desto schwerer wurde die Last.

Er meinte sogar zusammenzubrechen. Da sprach er:“ Ei, Kindlein, wie bist du doch so schwer! Mir ist, als ob ich die ganze Welt auf mir trüge.“

Da sprach das Kind: „Du trägst nicht allein die Welt; du trägst den, der die Not der ganzen Welt auf sich genommen hat. Ich bin Jesus Christus, den du suchest, dein König, der Gott, dem du dienest. Von nun an wirst du weder Tod noch Teufel fürchten. Du wirst durch alle Leiden der Welt schreiten und dein Name wird Christopherus sein, das heißt ‚Christusträger'. Deine Seele wird sein im Lichte meiner Liebe, welche deine Wege leitet, und der Stab, den du in der Hand hast, wird grünen und blühen, wo du ihn auch hinpflanzest.“

Da Christopherus das Wunder gesehen, gewann er große Liebe zu Gott und dankte ihm für die Gnade, die er ihm getan hat. Er wurde ein unverzagter Bote Christi und ging hinaus in die Welt. Wo immer er hinkam, verkündete er die Liebe und Macht des Kindes, seines Königs.

Vielen Menschen gefiel die Veränderung nicht, die mit Christopherus geschehen war. Sie rotteten sich zusammen und töteten ihn. Doch seine Stimme und seine Botschaft, jeder solle ein Christusträger werden, konnte niemals getötet werden. (Nach Hans Thoma, aus: Legenden, Alte Erzählungen in der Dichtung unserer Zeit, Sannerz und Leipzig 1921).

Artikel von Silvia Weigelt Bildquelle: www.demlehner.de


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SC Freiburg

Wir sind die Fans, die immer wieder feiern" heißt ein beliebter Gesang auf den Rängen im Freiburger Stadion. Und auch jenseits der diversen noch anstehenden 90 Bundesligaminuten am Lieblingsauenthaltsort aller SC-Anhänger bietet das Jubiläumsjahr 2004 einige weitere Anlässe, zusammen mit dem Sport-Club anzustoßen.

Fans: Die Fangemeinschaft ist der Dachverband aller offiziell anerkannten SC Freiburg Fanclubs. Zurzeit besteht die FG aus 68 Fanclubs verteilt in ganz Deutschland mit einer Gesamtmitgliederzahl von rund 2500 Mitgliedern.

Die Fangemeinschaft erledigt für den Sportclub Freiburg jede erdenkliche Fanarbeit. Einmal im Monat findet ein Treffen mit zwei Vertretern des jeweiligen Fanclubs statt um die neusten Infos bekannt zu geben.Die Fangemeinschaft wird von einer siebenköpfigen Vorstandschaft geleitet und vom Fanbeauftragten des SC Freiburg unterstützt. Zu ihrer Aufgabe zählt es in erster Linie Hilfestellung bei der Gründung der Fanclubs zu geben.

Die Fangemeinschaft organisiert Auswärtsfahrten, Veranstaltungen und Turniere die Fanclubs im Namen der FG durchführen. Durch die FG sollen die Fans näher an das Vereinsleben des SC Freiburg herangebracht werden.

Sie wendet sich ausdrücklich gegen jede Art von Gewalt und rassistischen Äußerungen.

Tabelle: Der SC Freiburg befindet sich weit abgeschieden mit 9 Punkten auf dem letzten Platz der 1.Bundesliga. (Stand19.04.05) Ergänzung: Der SC ist definitiv abgestiegen :-( (Anm. d. Red. 22.5.2005)

Artikel von Marcel Bauer Quelle: www.sc-freiburg.de


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Phobien

1. Spezifische Phobien


beinhalten eine Furcht vor einzelnen Objekten oder abgrenzbaren Situationen, z.b. vor Höhen, Dunkelheit, EingeschlossenSein, vor Tieren, Krankheiten etc.

2. Soziale Phobien


meinen die Angst, in einer sozialen Situation von anderen Personen beobachtet und bewertet zu werden; aus Angst hierbei als dumm, ungeschickt etc. aufzufallen, vermeidet die Person solche Situationen vollständig oder teilweise (z.B. gemeinsames Essen, soziale Veranstal-tungen etc.).

3. Agoraphobie


War ursprünglich eine Bezeichnung für eine Angst vor weiten Plätzen, Menschenansammlungen etc., meint aber allgemeiner die Angst einer Person, eine Situation nicht verlassen zu können, umzufallen, in Panik zu geraten und ohne Hilfe zu sein. Agoraphobie betrifft einen sehr weiten Bereich von Situationen, die für das Individuum eine potentielle Gefahr bilden könnten, z.B. Kaufhäuser, öffentliche Verkehrsmittel, allein zu sein etc.

Behandlung

Das wichtigste und auch zielführendste Prinzip bei der Behandlung von Phobien bilden verhaltenstherapeutische Ansätze: Es ist zunächst unerläßlich, daß eine (schrittweise) Konfrontation mit der phobischen Situation erfolgt. Dies bedeutet, daß sich die Person wieder mit der von ihr besonders gefürchteten Situation auseinandersetzen sollte, bis sie deren Ungefährlichkeit erlebt (bzw. sich wieder daran gewöhnt, sie bewältigt hat). Zur Bedeutung von Konfrontation bei allen Typen phobischer Störungen gibt es inzwischen viele Untersuchungen. Während der Konfrontation sollte der Patient keinesfalls auf die üblichen Vermeidungsstrategien zurückgreifen; dies ist mit Reaktionsverhinderung gemeint und gerade wie die zweite Seite einer Medaille zur VT-Behandlung von Phobien.

Bei sozialen Phobien kommt neben dem Element der Konfrontation dazu, daß diese Personen eine Veränderung ihrer Gedanken, Bewertungen und Einstellungen erlernen sollten (z.B. “ich werde nicht immer beobachtet und bewertet“; “auch wenn ich etwas Falsches sage, halten mich nicht alle Menschen für dumm“). Eine sehr wertvolle therapeutische Ergänzung stellt ein Training in sozialen Fertigkeiten dar: Hier lernen sozial-phobische Patienten neue soziale Strategien und sie gewinnen damit Sicherheit und Selbstvertrauen.

Bei agoraphobischen Störungen ist darüber hinaus die Bedeutung von Konfrontation mit bisher vermiedenen Situationen völlig unumstritten. Eine wichtige Unterstützung der Behandlung betrifft den Umgang des Patienten mit den Panikattacken. Hier spielt die medikamentöse Behandlung neben den psychotherapeutischen Möglichkeiten durchaus eine gewisse Rolle.

Als psychologische Strategien haben sich auch die Vermittlung eines plausiblen Erklärungsmodells für den Verlauf von Angst und Panik, Strategien der gedanklichen Umstrukturierung, Atemübungen und Entspannung, die Konfrontation mit Symptomen der Panik (mit dem Ziel des Erlebens subjektiver Kontrolle) sowie das Lernen, mit Angst umzugehen (Angst-Bewältigungs-Training) als besonders wertvoll und zielführend herausgestellt.

Artikel von Marcel Bauer


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Tocotronic 2004

Waren Tocotronic beim letzten Mal ohne fertige Songs ins Studio gegangen, um sie im Produktionsprozess entstehen zu lassen, findet diesmal die Hauptarbeit wieder im Proberaum statt und zwar zu viert: Rick McPhail wird offizielles Bandmitglied von Tocotronic. Die dort entstehenden neuen Songs bekommen ihre Livepremiere in eher exotisch wirkendem Zusammenhang: Tocotronic spielen auf Einladung des Goethe-Instituts vier Konzerte in Sibirien. Zehn Tage dauert die Reise, die Jan als „extrem interessant und von den Publikumsreaktion her toll“ bezeichnet.

Danach gehen Tocotronic ins Berlin-Kreuzberger Mamasweed-Studio, um mit Produzent Moses Schneider in nur neun Tagen die meisten Songs des neuen Albums einzuspielen. Zusätzliche Aufnahmen finden im Mushroom- (Berlin) und Soundgarden-Studio (Hamburg) statt.

Nach dem langwierigen Werkeln an „Tocotronic“ wird diesmal „live und ohne Kopfhörer“ eingespielt mit Rick an der zweiten Gitarre, ein deutlich hörbares neues Element im Bandsound.

Abgemischt wird das Ganze erneut von Michael Ilbert, diesmal im Puk-Studio in Dänemark.

Außerdem gilt es, weitere Nebentätigkeiten der Bandmitglieder zu vermelden: Dirk schreibt weiterhin gelegentlich für Texte Zur Kunst und liest zudem zwei Texte vor von HP Lovecraft für ein Hörbuch.

Jan gründet zusammen mit dem Blumfeld-Manager Oliver Frank den Müller + Frank-Musikverlag und kümmert sich u.a. um Ida Red, La Grande Illusion und Julia Hummer. Arne veröffentlicht unter dem Namen DJ Shirley beim Label Scheinselbstständig und als Arne Zank bei L'Age D'Or je eine EP. Und Rick schließlich spielt Tour-Keyboard bei Karl Bartos und arbeitet a n seiner eigenen Band Glacier. Aus der Vergangenheit meldet sich hingegen eine Seven-Inch-Veröffentlichung mit Proberaumaufnahmen von Punkarsch, der prä-Tocotronic-Band von Jan und Arne.

Am 1. Januar 2005 haben Tocotronic das Neujahrskonzert in der Berliner Volksbühne gespielt. Am 17. Januar erschien „Pure Vernunft Darf Niemals Siegen“, das neue Album.

Artikel von Silvia Weigelt
Quelle von www.tocnotronic.de


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